Lehrerinnen und Lehrer von unserer Schule (Interview mit Herrn Röfke)

Wir haben für die Schülerzeitung und das Schuljahrbuch zwei Lehrerinnen und einen Lehrer unserer Schule interviewt, Herr Röfke liebt z.B. Lehrerwitze, warum- das erfahrt ihr jetzt in unserem Interview

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Manche Kinder behaupten, dass viele Lehrer oder Erzieher sehr streng sind. Finden Sie, dass Sie streng sind?

Herr Röfke:

Ich denke angemessen streng. Strenge ist nicht unbedingt das Schlechteste. Strenge hat ja auch etwas mit Fairness und Gerechtigkeit zu tun. Und wenn das zusammenpasst, ist Strenge in Ordnung.

Schülerzeitung:

Warum haben Sie sich für diese Schule entschieden?

Herr Röfke:

Ich habe mich jetzt vor fast neun Jahren für diese Schule entschieden, nachdem ich schon 20-25 Jahre an verschiedenen Schulen Lehrer war. Ich habe mir mal dringend einen Wechsel gewünscht und mir drei Schulen angesehen. Ich komme aus Friedrichshain und wollte unbedingt mal den sogenannten Westen der Stadt sehen und habe mir dafür Kreuzberg ausgesucht. Als ich hier vor einigen Jahren, damals noch mit Frau Strobel am Tisch saß und das Gespräch geführt habe, hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Dann habe ich mir das Gelände angeguckt, war bei einem Schulfest und hab erlebt, was hier so alles los ist. Dann habe ich noch eine Unterrichtsstunde von Frau Kötter gesehen und war so begeistert und angetan, dass ich gesagt habe – hier musst du her!

Schülerzeitung:

Was mögen Sie an der Schule und was nicht?

Herr Röfke:

Ganz besonders, dass wir viele verschiedene Kinder haben, aus den verschiedensten Ländern – das ist das Tollste und sehr interessant. Dann haben wir natürlich ein tolles Lehrer- und Erzieherkollegium,  mit denen es sehr viel Spaß macht zu arbeiten. Außerdem macht es mir unwahrscheinlich viel Spaß mit Herrn Rahrbach die Schule zu leiten, da wir uns beide als tolles Team sehen.

Schülerzeitung:

Ja ich auch

Was ist in Ihrer Lehrertasche zu finden?

Herr Röfke:

Leider viel zu viel. Sie ist immer zu schwer. Wir können ja gerne einmal reingucken.

Als erstes habe ich hier Taschentücher und einen Taschenrechner, welcher schon über 30 Jahre alt ist. Dann habe ich noch eine kleine Dose mit Tabletten gegen Migräneschmerzen, meinen Autoschlüssel, ein Brillenetui, ein Portemonnaie, mein Navi, ein Handy, eine Federtasche, ein Notizbuch, die Kaffeekasse der Lehrer und Erzieher, Hefter von Klassen, ein Notenbuch und meinen Terminkalender.

Schülerzeitung:

Man sieht schon, es ist sehr sehr viel—-Puh ist die schwer.

Erzählen Sie uns bitte Ihr schönstes Erlebnis mit einer Klasse.

Herr Röfke:

Das Schönste waren eigentlich immer die Klassenfahrten. Das war für die Kinder immer toll und auch für mich. Aber ganz toll ist auch immer, wenn man ein Kind begleiten darf, dass am Anfang ganz große Sorgen hatte, auch Ängste vor der Schule. Und dann am Ende,  wenn man das Kind dann verabschiedet und an die Oberschule schickt, hat man ein gutes Gefühl, weil man dem Kind sehr viel mitgegeben hat und weiß, dass es stark genug ist, diesen Weg jetzt mit anderen Menschen gemeinsam zu gehen. Das sind so die schönsten Momente, auch wenn es in dem Moment traurig ist. Aber das zeigt dann, dass da wirklich etwas an Beziehung gewachsen ist und dass das Kind sich an einen gewöhnt hat und man es selber auch nicht so gerne gehen lassen möchte. Und toll ist, wenn dann Schüler noch einmal an die Schule kommen und von dem erzählen, was sie jetzt erleben, was sie machen und was aus ihnen geworden ist.  Manchmal sogar schon mit ihren kleinen Kindern, das habe ich auch schon erlebt. Ich bin ja nun schon fast nun 35 Jahre Lehrer- und da merkt man, dass es etwas ganz Besonderes ist Lehrer zu sein. Wenn man den Lebensweg eines Kindes bis zum selbst Elternwerden begleiten kann und dann auch immer wieder die Nachrichten hört, was aus den Kindern geworden ist – das ist etwas ganz Tolles.

Schülerzeitung:

Kennen Sie einen Lehrerwitz und was halten Sie von denen?

Herr Röfke:

Ich bin leider gar kein guter Witzeerzähler. Ich finde  Lehrerwitze aber ganz toll, weil wer über sich selber lachen kann, der ist gesund und findet das Leben auch viel leichter sowie die Schwierigkeiten. Leider kann ich euch keinen anbieten, ich kenn leider keinen. Wenn ihr mir einen erzählen könntet wär das toll.

Schülerzeitung:

Ich könnte einen erzählen. Warum können Lehrer nicht tauchen?

Herr Röfke:

Ich bin selber kein guter Schwimmer und deswegen tauche ich auch nicht. Ich kann es also nicht wirklich sagen, keine Ahnung.

Schülerzeitung:

Weil sie so hohl sind. Ja das waren jetzt alle unsere Fragen. Vielen Dank.

Herr Röfke:

Ja danke auch an euch.

Hier könnt ihr euch das Interview auch anhören:

 

Younes, Tului und Mats aus der 5 c